Häufige Fragen
h1 Häufige Fragen
Auf dieser Seite beantworte ich Fragen, die mir in vielen Mails immer wieder gestellt wurden. Außerdem findet ihr Hinweise im Umgang mit euren Instrumenten. Ich werde diese Seite gelegentlich aktualisieren, so dass sich im Laufe der Zeit eine Vollständigkeit einstellen möge.
Mehrwertsteuer, warum gibt es Preise für inside EU und outside EU?
- Antworten findet ihr unter unseren AGB’s – Preise.
Wie oft muss ich mein Instrument ölen?
- Erst einmal je nach Bedarf. Es schadet nicht, das Holz gelegentlich mit einem Öltuch (Leinöl, Holzblasöl) abzuwischen. Das Ölen der Bohrungen der Bordune ist dann fällig, wenn die Stimmung soweit abgesunken ist, dass sich der Grundton nicht mehr stimmen lässt. Ihr werdet bemerken, das der Bordun danach mindestens einen halben Ton höher klingt. Nach dem Ölen solltet ihr ein an einem Draht befestigtes Läppchen (oder auch mit Stahlwolle beginnend) immer in der gleichen Richtung durch die Bohrung ziehen. Wenn ihr dem regelmäßig nachgeht, wird euer Instrument immer besser klingen. Bitte beachtet, dass ihr diese Pflege nicht kurz vor eurem Auftritt durchführt, dass ihr euer Instrument nicht so sehr ölt, dass es vor Fett trieft und bringt bitte nicht eure Rohrblätter und das Leder mit Öl in Verbindung!
Welches Öl eignet sich am besten?
- Wir verwenden für einheimische Hölzer Leinöl, für Tonhölzer Holzblasöl, was auch den einheimischen Hölzern gut tut.
Die Italiener verwenden Olivenöl, die Amerikaner Walnussöl, die Chinesen Thungöl und die Hardcore-Piper altes Motoröl, am besten vom eigenen Motorrad ;o).
Der Unterschied zwischen allen Ölen ist die Viskosität, das Aushärten bei der Reaktion mit Sauerstoff in der Luft, dem Neigen zum Färben durch enthaltende Pigmente, die Haltbarkeit (es sollte nicht vor dem Aushärten ranzig werden und ob Öle gesundheitsschädigende Stoffe enthalten. (Für alle Spaßvögel, ich rate hiermit ausdrücklich niemandem Motoröl zu verwenden!)
Hölzer mit einer höhen Dichte (Tonhölzer) benötigen dünnflüssige Öle. Für die Instrumente aus diesen Hölzern verwendet bitte Holzblasöl, gibt es bei uns, aber auch in jedem Musikgeschäft.
Für alle anderen Hölzer unserer Instrumente (hauptsächlich Ahorn) verwendet bitte Leinöl. Leinöl gibt es bei uns in jedem Kaufmannsladen, in den alten Ländern sicher im Reformhäusern. Wenn Öl übrig bleibt, genießt es zu Pellkartoffeln und Quark – ein Lausitzer Nationalgericht.
Wallnussöl wird schnell ranzig, man verwendet es hauptsächlich, wenn zu ölende Hölzer nicht verfärben (Gelbstich bei Leinöl) sollen. Zu Thungöl und Olivenöl sollte man Nachkommen der jeweiligen Völker befragen, bei denen diese Öle hergestellt und verwendet werden.
Noch eines zum Schluss, Öle härten nur an der Oberfläche und bis zu einer gewissen Tiefe aus, der Rest des Holzes fungiert als Speicher. Druckimprägnieren ist meiner Ansicht nach nicht sehr sinnvoll, es sei den, man möchte einen Ölbehälter mit sich rumschleppen.Wie pflege ich die Zapfenverbindungen?
- Der professionelle Holzblasinstrumentenbau, so auch wir verwenden hauptsächlich Kork, gelegentlich spleißbaren Faden zum Abdichten von Zapfenverbindungen. Kork ist ein idealer Werkstoff für die Herstellung dichtender Verbindungen. Bei guter Pflege hält diese Verbindung sehr lange und man kann sie mit folgender Methode korrigieren:
Man befeuchte den Kork und drehe den Zapfen seitlich an einer Flamme (Feuerzeug reicht, Lagerfeuer ist zu heftig!) und siehe da, der Kork quillt wieder. (Falls ihr größere Korken zum abdichten braucht, legt mal feuchte Korken in die Mikrowelle!)
Falls jemand eine Vorliebe für Fadenwicklungen entdeckt, nehmt bitte spleißbaren Faden, keine stärkeren Kunststoffgarne – es sei denn, ihr mögt formschlüssige Verbindungen! Sie entstehen nach dem Quellen des Holzes, die Wicklung drückt in die Oberfläche der Verbindung – ihr könnt die verbundenen Teile zwar drehen, doch bekommt ihr sie schlecht auseinander.Welches Instrument ist für Anfänger am Besten?
- Ist schwer zu sagen. Die einen sind sich nicht sicher, ob sie das Spielen erlernen werden, andere sind nicht bereit länger zu warten und wieder gibt es welche, die möchten sich nicht ein Instrument zwei mal kaufen.
Als ersten sollte man sich sicher sein, welche Musikrichtung es sein soll.
Bei Irish Folk beginnt man ohnehin mit einem Practice Set, welches nach und nach erweitert werden kann.
Da die meisten die mittelalterliche Richtung bevorzugen, haben wir in den letzten Jahren unser Lieferprogramm weiter ausgebaut. Unsere Einsteigerinstrumente sind mit kurzen Fristen lieferbar, sind nicht ganz so kräftig wie die großen Modelle, kosten aber weniger und funktionieren mit der selben Technik (Rohrblätter, Bordunstimmen, Rückschlagventile). Die einzigen Unterschiede sind die Dimensionen, die Möglichkeit einer Erweiterung und ob ein Kunde bei der Gestaltung seines Instrumentes Vorschläge einbringen kann.Das wichtigste ist, das ihr das Dudelsackspielen unbedingt erlernen wollt!
Wo bekomme ich Unterricht?
- Wir haben unter “Unterricht” eine Liste von Musikern und Lehrern, die bereit sind zu unterrichten. Es ist natürlich nicht so flächendeckend wie die Möglichkeit des Erlernens klassischer Instrumente an Musikschulen, wird aber sicherlich in den nächsten Jahren noch umfangreicher.
Für Einsteiger, die sich nicht sicher sind, ob sie das Dudelsackspielen erlernen werden, bieten wir zwei mal im Jahr Anfängerkurse an.Was ist ein Pakistani?
- Sagt schon der Name, “Instrumente” mit mehr dekorativen als musikalischem Wert aus Pakistan. Mir wird jedes Jahr angeboten, dieses Zeug als Wiederverkäufer unters Volk zu bringen. Im Großhandel für Musikinstrumente ist der Einkaufswert ca. 90,00 EUR, weiterverkauft werden sie für 150,00 bis 600,00 EUR. Falls jemand darauf besteht, eine preiswerte Great Highland Bagpipe erstehen zu müssen, so schaut mal rüber nach Kanada. Dort gibt es GHP’s aus Kunststoff. Die Preise liegen bei ca. 1000 Dollar, bei den jetzigen Kursen sicherlich eine funktionierende Alternative.
Was ist ein Practice-Chanter?
- Eine Übungsspielpfeife in der Art eines Chanters der schottischen Smallpipe. Wird auch sehr gerne aus dem Fundus pakistanischer Instrumente vertrieben.
Bewerbungen oder Praktikas
- Wir werden in den nächsten Jahren keinen weiteren Lehrling einstellen. Falls jemand Fragen zu Bewerbungen für den Musikinstrumentenbau oder zu Ausbildungsstätten hat, kann er/sie mich gerne anrufen.
Praktikas vergeben wir nur an Schüler oder junge Menschen (EQJ) unserer Region.Baupläne
- Wir veröffentlichen und verschicken keine Baupläne zu unseren Instrumenten und Instrumentenbestandteilen! Unsere Single-Reeds haben einen Gebrauchsmusterschutz, Nachbauten ohne Lizenz und/oder deren Vertrieb übergeben wir unserem Rechtsbeistand. Das gleiche gilt für Plagiate unserer aktuellen Instrumente.